Dichterin, Essayistin, 1876-1971

Das Leben

1876 Am 11.Oktober wird Gertrud von le Fort als Tochter eines preußischen Offiziers in Minden geboren

1884 Wohnung in Koblenz auf der Ehrenbreitsteiner Seite. Erster Unterricht durch eine Privatlehrerin

1888 Der Vater nimmt seinen Abschied vom Militär, Umzug der Familie nach Hildesheim

1890 Besuch einer öffentlichen Schule in Hildesheim

seit 1895 Erste Gedichte in Zeitschriften

1898 Umzug nach Ludwigslust

1900 Edition der ersten Gedichtsammlung in der Kommissionsbuchhandlung Bahn in Schwerin

1902 Tod des Vaters in Ludwigslust. In den folgenden Jahren

mehrere Reisen. u. a. nach Berchtesgaden und Südtirol

1907 mehrmonatiger Aufenthalt in Rom

1908 Beginn des Studiums in Heidelberg Theologie, Philosophie,Geschichte, Kunstgeschichte, Literatur. Wichtigster Lehrer: Ernst Troeltsch

1913 Studium in Marburg

1914 Aufenthalt in Südtirol. Studium in Heidelberg. Rotkreuz-Helferin in Ludwigslust an Lazarettzügen

1915 Übersiedlung der Familie nach Boek an der Müritz. Studium in Berlin

1918 Tod der Mutter in Boek

1920 Kapp-Putsch in Mecklenburg. Der daran beteiligte Bruder Stephan muss flüchten. Gertrud verwaltet das Gut Boek, bis es von der mecklenburgischen Regierung beschlagnahmt wird. Danach Abreise nach Heidelberg. Aufenthalt in Heidelberg im Hause Hans von Schubert

1922 Wohnsitz in Baierbrunn bei München (bis 1941)

1923 Bekanntschaft mit Theodor Haecker

1925 Herausgabe der Glaubenslehre des 1923 verstorbenen Ernst Troeltsch nach zum größten Teil eigenen Kollegnachschriften

1926 Längerer Aufenthalt in Rom. Konversion zur katholischen Kirche

1932 Begegnung mit Edith Stein in München

1933 und in den folgenden Jahren viele Vortrags- und Lesereisen in Deutschland und der Schweiz

1937 Längerer Aufenthalt in Arosa aus gesundheitlichen Gründen

1939 Frankreichreise mit Reinhold Schneider. Vorträge in Paris

und Bordeaux

1938 Die Werke der Gertrud von le Fort werden fortan von der NS-Literaturgeschichte verschwiegen

1941 Übersiedlung nach Oberstdorf

1943 Die erste Auflage der Erzählung Das Gericht des Meeres verbrennt bei einem Bombenangriff auf Leipzig

1944 Der in der Zeitschrift Corona vorabgedruckte Anfang des Romans Der Kranz der Engel erleidet das gleiche Schicksal

1946 Längerer Aufenthalt in der Schweiz, dort Vorträge zugunsten des Roten Kreuzes und der notleidenden deutschen Studenten, darunter 1947 der Vortrag Unser Weg durch die Nacht

1947 Besuch bei Hermann Hesse in Montagnola. Literaturpreis der Stadt München

1948 Badischer Staatspreis (Droste-Preis) zusammen mit Reinhold Schneider. Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste

1950 Ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt; Mitherausgeberin der Zeitschrift Das literarische Deutschland)

1952 Gottfried-Keller-Preis der Bodmer-Stiftung Genf

1953 Bundesverdienstkreuz

1955 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Großer Literaturpreis des Landes Nordrhein-Westfalen

1956 Verleihung des Dr.theol.h.c. der Universität München. Ehrenbürgerin von Oberstdorf

1966 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern

1969 Letzter Besuch von Carl Zuckmayer bei Gertrud von le Fort

1971 Tod in Oberstdorf am 1.November

 

Das Werk

1900 Gedichte. Schwerin, Verlagsbuchhandlung Bahn

1904 Prinzessin Christelchen. Ein Hofroman (unter Pseudonym Gerta von Stark) Leipzig, Vobach

1912 Lieder und Legenden. Gedichte. Leipzig, Eckart

1924 Hymnen an die Kirche. Gedichte. München, Theatiner Verlag

1927 Der Kurier der Königin (unter Pseudonym Petrea Vallerin). Historischer Kriminalroman. München, Kösel & Pustet

1928 Das Schweißtuch der Veronika. Roman. München, Kösel & Pustet

1930 Der Papst aus dem Ghetto. Roman. Berlin, Transmare

1931 Hymnen an Deutschland. Gedichte. München, Kösel & Pustet

1931 Die Letzte am Schafott. Novelle. München, Kösel & Pustet

1934 Die ewige Frau. Drei Essays. München, Kösel & Pustet.

1960 erweiterte Ausgabe bei Kösel.

1934 Das Reich des Kindes. Legende der letzten Karolinger.München, Langen-Müller

1938 Die Magdeburgische Hochzeit. Roman. Leipzig, Insel

1938 Die Opferflamme. Erzählung. Leipzig, Insel

1940 Die Abberufung der Jungfrau von Barby. Erzählung.

München, Beckstein

1943 Das Gericht des Meeres. Erzählung. Leipzig, Insel

1946 Der Kranz der Engel. Roman. München, Beckstein

1947 Die Consolata. Erzählung. Wiesbaden, Insel

1948 Madonnen. Eine Bilderfolge. Zürich, Arche

1949 Unser Weg durch die Nacht. Worte an meine Schweizer Freunde. Wiesbaden, Insel.

1949 Gedichte. Wiesbaden, Insel

1950 Die Tochter Farinatas. Vier Erzählungen (Die Tochter Farinatas, Plus Ultra, Das Gericht des Meeres, Die Consolata).

Wiesbaden, Insel. Die Krone der Frau. Lyrik und Prosa. Nachwort

von Bernt von Heiseler. Zürich, Arche

1951 Aufzeichnungen und Erinnerungen. Essays. Einsiedeln,Zürich, Köln, Benziger

1953 Gelöschte Kerzen. Zwei Erzählungen (Die Verfemte, Die Unschuldigen). München, Ehrenwirth

1954 Am Tor des Himmels. Novelle. Wiesbaden, Insel.

1954 Das kleine Weihnachtsbuch. Zürich, Arche

1955 Die Frau des Pilatus. Novelle. Wiesbaden, Insel

1955 Die Brautgabe. Essay. Zürich, Arche

1956 Weihnachten. Das Fest der göttlichen Liebe. Stuttgart,Evangelisches Verlagswerk

1957 Der Turm der Beständigkeit. Novelle. Wiesbaden, Insel

1959 Die letzte Begegnung. Novelle. Wiesbaden, Insel.

1959 Die Frau und die Technik. Essays. Zürich, Arche

1961 Das fremde Kind. Erzählung. Frankfurt, Insel

1964 Die Tochter Jephtas. Eine Legende. Frankfurt, Insel

1965 Hälfte des Lebens. Autobiographie. München, Ehrenwirth

1967 Das Schweigen. Eine Legende. Zürich, Arche

1968 Der Dom. Erzählung. München, Ehrenwirth

1968 Woran ich glaube und andere Aufsätze. Zürich, Arche

1975 Unsere Liebe Frau vom Carneval (postum). Eine venezianische Legende. Zürich, Arche

 

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