Dreikönigsfiguren aus der Hl.-Geist-Kirche Wismar

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Die Dreikönigsbotschaft

 

Maria mit Kind

Das Dreikönigslied des         Friedrich Spee von Langenfeld 1623

Ein Dreikönigsbrunnen in       Neubrandenburg mehr...

Dreikönigsbrunnen

Die biblische Dreikönigsgeschichte in der Darstellung des Evangelisten Matthäus    Kapitel 2, Verse 1-12

1 Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem 2 und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. weiter...

Die Heiligen Drei Könige kommen nach Köln

Von drei wertvollen Geschenken ist die Rede: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Drei so kostbare Gaben konnten nach späterem Verständnis nur von mächtigen Herrschern gespendet werden. So entstand die Geschichte von den heiligen drei Königen, wie die Weisen aus dem Orient seit dem 6. Jahrhundert genannt werden. Ihr Fest wird am 6. Januar gefeiert. Im 9. Jahrhundert erhielten die Könige Namen: Caspar, Melchior und Balthasar. Sie galten als Vertreter der damals angenommenen drei Rassen, Erdteile und Lebensalter. Im 12. Jahrhundert stellte man einen der Könige als dunkelhäutigen Afrikaner dar.Die Geschichte der heiligen drei Könige ist eine christliche Weggeschichte, die nicht nur zur zentralen Bedeutung des “heiligen Köln” beitrug. Sie wurde zu einem wesentlichen Element europäischer Geschichte.

Die Heiligen Drei Könige stärken den Kaiser

Der Besitz der Dreikönigsreliquien sollte das Kaisertum Friedrich Barbarossa stärken. Wer die Könige aus dem Morgenland, die das göttliche Kind selbst gesehen hatte, auf seiner Seite hatte, war allen anderen überlegen und konnte seinen Herrschaftsanspruch gewissermaßen von Gott selbst herleiten.

Nach dem Untergang des Weströmischen Reichs 476 war die Kaisertradition im Westen zunächst abgerissen. Die oströmischen Kaiser erhoben den Anspruch auf die Herrschaft im gesamten Römischen Reich. Die Kaiserkrönung des Frankenkönigs Karls des Großen am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom aber war praktisch die Wiederherstellung des (West-)Römischen Reichs. Die Heiligsprechung Karls des Großen unter Kaiser Friedrich Barbarossa war eine weitere sakrale Untermauerung des europäischen Kaisertums. Die Kaiserwürde gilt als von Gott verliehen. Das Ritual der Kaiserkrönung zielt auf eine priestergleiche Stellung und Bedeutung des Kaisers.

Die Dreikönigsreliquien, die in Mailand nur eine lokale Bedeutung hatten, erhielten durch den kaiserlichen Kanzler Rainald von Dassel eine völlig neue, eine politische Deutung. Sie wurden zu einem Fundament des europäischen Kaisertums, zu Garanten des kaiserlichen Gottesgnadentums.

Die Verehrung der Reliquien

Im Mittelpunkt des Kultes um die Heiligen Drei Könige stand bis in die Neuzeit hinein die Verehrung ihrer Reliquien, ihrer sterblichen Überreste oder dessen, was man dafür hielt. Im Christentum ist der Reliquienkult eine Urform der Heiligenverehrung und schon seit der Mitte des 2. Jahrhundert bekannt und üblich. Diese Verehrung symbolisierte eine besonders intensive Gemeinschaft mit den Heiligen, die somit als real anwesend galten. In der Neuzeit zielt die Verehrung mehr auf die geistige Gemeinschaft, und die in meist kostbaren Behältern geborgenen Überreste haben die Funktion eines Denkmals, eines Denkanstoßes, einer Stellvertretung. 

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