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Der erste Schwerpunkt beinhaltete die Arbeit mit Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Dabei handelte es sich um Kurse, um Bildungsfreizeiten und Förderung von Elterninitiativen. Getragen wurde dieses Engagement auch von der wachsenden öffentlichen Aufmerksamkeit für die Behinderten und ihre Familien
Der zweite Schwerpunkt bezog sich auf religiöses Brauchtum in den Familien, wobei das Brauchtum um das Weihnachtsfest einen besonderen Platz einnahm. Zu Hause besaßen wir eine wunderschöne Krippe, die die Eltern 1932 angeschafft hatten. Diese wurde seitdem in der Adventszeit immer mit sehr viel Liebe aufgebaut. Mich faszinierte immer, wenn der Vater mit getöntem Papier die Felsenlandschaft von Bethlehem formte.
Unsere erste Krippenausstellung in der Familienbildungsstätte hatten wir 1978 mit Teilnehmerarbeiten aus dem Krippenbaukurs, den ein Hobbykünstler aus Duisburg leitete. Von diesem Zeitpunkt an, begann ich Krippendarstellungen aus anderen Kulturräumen zu sammeln. Aus Lateinamerika, Afrika, Indien, Polen, und Frankreich.
Dabei ging es nicht nur um das Motiv der Krippe, sondern auch um die Flucht nach Ägypten. Zu letzterem Thema gestaltete ich 1991 eine Ausstellung, wobei ich mit Zeitungsausschnitten die Aktualität von Flucht in unserer Zeit belegte.
Die meisten Krippen habe ich bei meinen Reisen und die Vermittlung von Freunden zusammengetragen. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist Lateinamerika. Bei diesen Krippen fällt besonders die Inkulturation ins Auge, wobei die Heilige Familie z. B. als Indios in Guatemala, in Bolivien, als Haitianer und auch als fürstliche Azteken dargestellt werden.
Von den vielen 100 Jesuskindern ist mir das liebste, das kleine schwarzhäutige Jesuskind, das mir eine Frau in einer brasilianische Favela geschenkt hat. Sie gab es mir mit den Worten: 'Vergessen Sie unsere Kinder nicht!"
Inzwischen ist meine Sammlung auf ca 400 Krippendarstellungen angewachsen. Ich träume von einem Haus im Ruhrgebiet, das diese Sammlung das ganze Jahr über als ständige Ausstellung zeigt.
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