Dreikönigsfiguren aus der Hl.-Geist-Kirche Wismar

Ein Internetportal zu historischen und literarischen Themen

Unterportale

Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Informationen über die heiligen drei Könige, Dreikönigslied, Dreikönigsbrunnen Neubrandenburg
Winterlandschaft

Winterweg. Computermalerei

Warum Gertrud von le Fort?

Gertrud von le Fort 1Die Literatur von Gertrud von le Fort hat es in der Gegenwart nicht eben leicht. Die Reaktionen auf ihr Werk reichen von herablassendem Belächeln über aggressive Gegenpositionen und unreflektierte Akzeptanz bis zum redlichen Interpretationsbemühen. Die zwar begrenzte aber doch latente Präsenz auf der Literaturbühne wird gelegentlich als konfessioneller Wettbewerbsvorteil denunziert und die Dichterin selbst mit den Attributen katholisch, metaphysisch und transzendent bedacht und somit eine Hürde errichtet oder ein exklusives Wir-Gefühl angeboten.

Diese Einschätzung jedoch hat die Grenze ihres Geltungsbezirkes erreicht und will überschritten werden, um neue Aspekte zu erschließen und den Anschluss an die Gesellschaft der Gegenwart und ihre Bedürfnisse zu ermöglichen. Spätestens an dieser Stelle aber erhebt sich die Frage, ob das Werk der Gertrud von le Fort wirklich und wesentlich zu den Bedürfnissen der Gegenwart gehört oder ob hier Rückwärtsgewandte oder Vergangenheitssüchtige ihre Maßstäbe mit Nachdruck tradieren wollen und sich als Lehrmeister für die nächste Generation aufdrängen. Diese Frage wird sich daran entscheiden, welche Beziehung der moderne Leser zu den le Fort-Texten findet, ob Voraussetzungen geschaffen werden können, diese Texte überhaupt zugänglich zu machen und ob eine unaufdringliche, behutsame literaturpädagogische Begleitung entwickelt werden kann. weiter

veröffentlicht am 25.Januar 2012


Tanz in der Schlinge

Titel

Die Schweriner Kunsthistorikerin, Schriftstellerin und Publizistin Renate Krüger (geb. 1934) erinnert sich an ihre Kindheit, Jugend und erste Berufstätigkeit. Krieg und Nachkrieg bestimmten den Alltag. Und dann kam „real exisitierende Sozialismus“ in der DDR mit seinen neuen und doch sattsam bekannten Mustern. Erlebte Zeitgeschichte in der nordöstlichen Randsituation… Der alltägliche Totalitarismus… 

Wer in zwei Diktaturen aufwuchs und erwachsen wurde, dem kann das Leben schon wie ein Tanz in der Schlinge vorkommen. Dass dies dennoch ein Tanz voller Schwung wurde, zu dem Mut, Witz und nicht zuletzt auch viel Vertrauen zu Gott und den Menschen gehörten – das vermittelt dieses sehr persönliche Buch anschaulich und lebendig. Es geht nicht um Empörung und Anlage, sondern um die Vermittlung eines Lebensgefühls, um prägende Kräfte und wachsende Entscheidungsfähigkeit, um die vielen kleinen Begebenheiten, die so viel aussagen können und so schnell in Vergessenheit geraten.

Ursula Ringer, Berlin

Renate Krüger TANZ IN DER SCHLINGE. Ein autobiographischer Rückblick
KLECKS VERLAG 2011 ISBN 978-3-942884-12-9
Neubearbeitung und Erweiterung des 1997 im Ansgar-Verlag Hamburg erschienenen
gleichnamigen Titels

Tanz Schlinge Degas
zum Büchertisch

veröffentlicht 22.Januar 2012


Zum Jahresbeginn

Ich kaufte mir einen Kalender:
zwölf Monate,
zweiundfünfzig Wochen
dreihundertfünfundsechzig Tage.
Für kleine Münzen 
erhielt ich ein rundes Jahr,
Gewinn ohne Einsatz:
Raureif an den Wimpern,
Regen auf dem Blechdach, 
grüne Spitzen aus dem Erdreich,
Blütenblätter auf den Wegen,
ein Boot zwischen Seerosen,
Wassertropfen am Schilfhalm,
in der Hand den Apfel
und Arme voll goldener Ähren.
Ich gab nur kleine Münzen,
um Zeit zu messen,
um Zeit zu formen.

veröffentlicht 6.Januar 2012


Prosit Neujahr

Neujahr 2012

Ein stürmischer Geselle 
stampft über die Jahresschwelle
mit ungeputztem Schuh
und reißt aus himmlischer Ruh
den Knaben im lockigen Haar
und den Schnee vom vergangenen Jahr.		
Viel Neues hat angefangen
bevor das Alte vergangen.
Der Sturm trennt nicht alt und neu
treibt heutige Zeitung als Spreu.
Nun öffne den Schlagbaum der Zeit
und pfeife dem Sturm das Geleit.

Renate Krüger

veröffentlicht am 31.Dezember 2011


Schlechte Laune 

Das bucklichte Männlein
erscheint nicht nur Kindern
schleicht auch zu mir
durch verschlossene Türen
und ist nicht nur bucklicht

Schieläugiger
triefäugiger
stieläugiger Gast
ungebeten
und doch geduldet
         
Schlechte Laune
im Wechselrahmen
krummbeinig
spinnenarmig
großohrig
langnäsig
überlangfingrig

Ich murmle Beschwörung
dem Gift aus mir selbst
Weiche Satan
wandle dich wieder
zum bucklichten Männlein
den Kindern zum Lied

Renate Krüger

Veröffentlicht am 29.Dezember 2011

 

 

 

Computermalerei

Ein Video über die heiligen  drei Könige

Seien Sie herzlich wilkommen zu den Angeboten der Dreikönigswege! Wir hoffen, dass Sie finden, wonach Sie suchen: einen Gedanken zum Weiterdenken, Einsicht in neue Zusammenhänge, Anregungen für den Alltag und die Zeit danach.

Das Leben des Menschen wird in vielen Vergleichen betrachtet. Einer davon ist der Weg: Aufbrechen, Gehen und Ankommen. Noch wenig in den Blick gekommen ist das Unterwegssein der heiligen drei Könige als Modell für unseren Weg und für unser Leben. Jeder, der sich auf diese Sicht einlässt, wird vom biblischen und kulturgeschichtlichen Reichtum überrascht werden.

In unserem Zeitalter erleichterter Mobilität spielen Wege zwar eine große Rolle, aber sie werden immer kürzer, jedenfalls ist das ein erklärtes Ziel aller Wegeplaner. Man will möglichst schnell von A nach B kommen. Diese Geschwindigkeit führt ebenso zu Gewinn wie zu Verlust. Man gewinnt Zeit, aber man verliert die Erfahrung des Weges, den Segen des Unterwegsseins. Viele Menschen spüren diesen Mangel und lassen sich auf neues Unterwegssein ein. Auf den Jakobsweg. Auf die Wege zur Backsteingotik. Vielleicht sogar auf die Dreikönigswege….